Taufe

Anfang des Lebens aus dem Glauben

Die Eltern erfahren Ihr Kind als Geschenk Gottes. In der Taufe vertrauen Sie ihr Kind Gott an und bitten um seinen Schutz und Segen. Die Eltern nehmen sich vor, ihr Kind auf dem Weg des Glaubens zu begleiten und in die Vertrauensbeziehung mit Gott einzuführen. Wenn das heranwachsende Kind Gott das gleiche Urvertrauen entgegenbringen kann wie seinen Eltern, gewinnt es ein gesundes Selbstvertrauen und findet Heimat und Geborgenheit in Gott. In der Taufe empfängt es Gottes Geist. Im Glauben an Jesus Christus findet es Orientierung und Halt in den Stürmen des Lebens. Können sich Eltern etwas Schöneres wünschen?

Tauf-Vorbereitung

Als Vorbereitung auf die Taufe laden wir Familien zu einem Tauf-Vorbereitungs-Morgen ein. Die Eltern erhalten alle wichtigen Information und können sich mit anderen austauschen. Für die älteren Kinder bieten wir auch einen Kinderhütedienst an. Als Christen sind wir gemeinsam unterwegs. Die Taufmorgen bieten eine gute Gelegenheit diese Weggemeinschaft zu erfahren und zu pflegen. Diese Tauf-Vorbereitungs-Morgen finden zur Zeit noch online statt, jeweils samstags von 10 - 11.30 Uhr an folgenden Daten:

Sa, 12. März 2022 | Sa, 02. April 2022 | Sa, 14. Mai 2022 | Sa, 02. Juli 2022 | Sa, 27. August 2022

Taufe: in 3 Minuten erklärt!

Was bewirkt die Taufe?

In jedem Sakrament vollzieht sich ein Wechselspiel in der Beziehung zwischen Gott und dem Menschen.  In der Taufe wird die Beziehung mit Gott grundgelegt.  Gott sagt: Dies ist mein geliebter Sohn/meine geliebte Tochter.  Stellvertretend für das Kind danken seine Eltern und Paten Gott für das Leben und versprechen: wir möchten unser Kind im Glauben so begleiten, dass es im Leben wird, was es ist: Kind Gottes. Bei der Tauffeier beten wir um den Heiligen Geist für das Kind: der Heilige Geist erfüllt es mit neuem Leben. Etwas salopp gesagt: das Kind ist nicht nur Ergebnis der Evolution, nein, es stammt auch von Gott ab. Es ist der Heilige Geist, der Leben spendet und alles Gute wirkt. Gleichzeitig wird der Täufling in die christliche Gemeinschaft der Kirche und somit gleichsam in eine grössere Familie aufgenommen. 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Anforderungen sollen Taufpaten erfüllen?

Wesentlich ist, dass Taufpaten für den Täufling gute Vorbilder sind und ihn im Leben und im christlichen Glauben begleiten können und wollen. Das setzt eine persönliche Bejahung der katholischen Werte voraus.

Nach Kirchenrecht ist für die Taufe ein Taufpate oder eine Taufpatin erforderlich, der/die selber katholisch getauft, gefirmt, mindestens 16 Jahre alt und in der katholischen Kirche angemeldet ist.

Nicht-Katholiken werden als "Tauf-Zeugen" zugelassen und ebenfalls im Taufbuch eingetragen.

Nachträglich können Taufpaten oder Taufzeugen nicht aus dem Taufbuch gelöscht werden.

Ein Pate/eine Patin kann nicht an der Taufe teilnehmen

Es muss nur ein Pate/eine Patin bei der Taufe anwesend sein. Ist auch dies nicht möglich, kann eine Stellvertretung ernannt werden.

Wie wird die Taufe vorbereitet?

Für die Kindertaufe werden die Taufeltern zu einem Tauf-Vorbereitungs-Morgen mit anderen Tauffamilien an einem Samstagvormittag eingeladen.

Die Gestaltung der Tauffeier bespricht der Taufspender dann direkt in einem persönlichen Gespräch. Für die Erwachsenentaufe wird ein individueller Vorbereitungs-Weg vereinbart.

 

Was wird von mir erwartet?

Die Taufe ist zwar auch die Feier eines wichtigen Ereignisses im Leben einer Familie; sie ist jedoch und vor allem die Aufnahme eines Menschen in die die Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Wer sein Kind taufen lässt ist idealerweise selber Mitglied der Kirchgemeinde und hat die Absicht, das Kind im katholischen Glauben zu begleiten.

Gotti und Götti sind meist schon lange vor der Geburt eines Kindes bestimmt worden. Im kirchlichen Sinn müssen Taufpaten katholisch sein. Nicht-Katholiken werden als sogenannte "Tauf-Zeugen" auch ins Taufregister eingetragen.

Es ist hilfreich, wenn Sie sich schon im Voraus Gedanken machen, ob Sie Ihr Kind innerhalb eines Gemeindegottesdienstes taufen lassen möchten oder während einer eigenen Tauffeier.

Bei einem Gespräch oder bei einem Besuch wird mit der Tauf-Spender die Tauffeier mit ihnen vorbereiten. Ihre Gestaltungsvorschläge (Musik, Texte, Symbole, eigene Gebete, Fürbitten usw.) sind dabei sehr willkommen.

Können wir in einer Kirche ausserhalb unserer Pfarrei taufen?   

Die Taufe ausserhalb der Wohnsitzpfarrei ist mit Zustimmung des zuständigen Pfarrers möglich. Bitte melden Sie sich in diesem Fall auf dem katholischen Pfarramt ihres Wohnortes.

Können wir auch im Weiher in unserem Garten oder an der Aare taufen?    

Taufen werden nach katholischer Tradition immer an einem heiligen Ort gefeiert (Kirche, Kapelle), in der Regel am Taufstein der Pfarrkirche.

Wir taufen in den 5 Pfarrkirchen von Bellach, Langendorf, Oberdorf, Lommiswil und Selzach, sowie in der Kapelle Altreu und in der St.-Germans-Kapelle Lommiswil.

In der Bergkapelle auf dem Weissenstein oder an der Aare feiern wir keine Taufen.

Sie können aber - falls sie das möchten - aus ihrem Lieblings-Gewässer das Taufwasser für die Taufe mitbringen.

Wenn wir zunächst nur eine Segnung möchten?     

Dies ist selbstverständlich möglich. Mit der sogenannten "Katechumenen-Salbung" wird ihr Kind dem Segen Gottes anvertraut und unter die Taufbewerber aufgenommen.

Spätestens für die erste heilige Kommunion oder die Firmung wird dann die Taufe Voraussetzung.             

Wie ist es mit der Taufkerze?

Wir schenken Ihnen gern eine Taufkerze. Selbstverständlich können Sie auch eine eigene, vielleicht selbst gestaltete, mitbringen.

Wenn sich Erwachsene taufen lassen möchten?

Taufen sind in jedem Alter möglich. Bitte melden Sie sich beim Pfarramt.         

Unterstützung und Hilfen

Einen Taufspruch wählen...

Es gibt Eltern, die für ihr Kind einen Taufspruch aus der Bibel auswählen. Im Internet gibt es dazu eine sehr grosses Angebot. Wir haben hier zwei Interessante Seiten für Sie:

Selber einen Spruch in der Bibel suchen

Webseite für Taufsprüche

Der Glaube, für den wir uns mit der Taufe entscheiden...

Grundlegend für die katholische Kirche ist das "Apostolische Glaubensbekenntnis". Der Glaube soll jedoch praktische Folgen haben im Leben. Das folgende, lebensbezogene Bekenntnis versucht dies auszudrücken:

Bekenntnis des Glaubens und Folgeversprechen:
Ich glaube an Gott den Vater, der Himmel und Erde erschaffen hat und alles was ist, und der uns täglich neu alles Leben und seine Liebe schenkt. Daher will ich zu den Menschen auf der Seite Gottes gehören und allem Geschaffenen ehrfürchtig begegnen und alles Leben schützen und fördern.
Ich glaube, an Gott den Sohn, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, der aus Liebe gelitten hat, der begraben wurde und von den Toten auferstanden ist. Daher will ich mit Christus immer mehr Mensch werden und Liebe üben, wo Hass ist; verzeihen, wo man mich beleidigt; Frieden stiften, wo Streit ist; der Wahrheit dienen, wo Irrtum herrscht; ein Licht anzünden, wo Finsternis regiert; Hoffnung wecken, wo Verzweiflung quält; Freude machen, wo Kummer wohnt.
Ich glaube an den Heiligen Geist, der alles Leben spendet und alles Gute wirkt und der heute im Sakrament der Taufe in einzigartiger Weise geschenkt wird wie einst den Aposteln am Pfingstfest. Daher will ich mich in allen Lebenslagen vom Bösen abwenden und darum beten, dass der Heilige Geist in mir wohnt und durch mich das Gute wirkt.
Ich glaube an die heilige, katholische (universale) Kirche, an die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und an das ewige Leben. Daher will ich allen Menschen als Schwestern und Brüder begegnen und mich in meinem Leben einüben in die liebende Hingabe, damit ewiges Leben wird.
Das ist unser Glaube, der Glaube der Kirche, zu dem wir uns in Jesus Christus bekennen.
 

 

Infos des Bistums Basel über die Taufe