Portrait

Jedes Jahr, zu Beginn des Unterrichts, geben die Jugendlichen im Fragespiel der „Heisse Stuhl“ Antworten auf ihr Leben, ihre Leidenschaften, Welt- und Glaubensanschauungen. Meine Antworten auf ein paar Fragen, die mir gestellt werden:

 

Warum sind Sie Pfarreiseelsorger geworden?

In unserer Pfarrei in Sitten wirkte damals ein gelehrter Pfarrer, der mich durch seine Weisheit, Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft sehr beeindruckte und der die frohe Botschaft Jesu authentisch lebte. Er hat mich neugierig gemacht und mein Interesse für Philosophie und Theologie geweckt.

 

Was finden Sie interessant in Ihrem Beruf?

Ich schätze vor allem die interessanten Gespräche über das Leben, Gott und die Welt. Viel Freude bereiten mir die Menschen, die in unseren Pfarreien durch ihre Grossherzigkeit und ihr Engagement zur Lebendigkeit des Gemeindelebens im Pastoralraum beitragen. Im heutigen Kontext ist das nicht selbstverständlich, weil sich vieles in Gesellschaft und Kirche verändert hat.

 

Was hat der Sport für Sie für eine Bedeutung?

Ich war seit meiner Kindheit ein Bewegungsmensch und habe schon als Bube Sport getrieben. Zuerst Fussball, dann Rennvelofahren und Mountainbiken und im Winter Tourenskifahren. Der Ausdauersport schenkte mir eine psychische Standhaftigkeit, die mir half in schwierigen Lebenssituationen durchzuhalten und nicht sofort die Flinte ins Korn zu werfen. Übrigens war auch Jesus ein Wanderprediger und so gehe ich davon aus, dass auch er körperlich fit und eine gute „Work-Life Balance“ hatte.

 

Was bedeutet für Sie Glück?

Glücklich bin ich, wenn ich mir während dem Tage zusätzlich Zeit für die kleinen «nebensächlichen» Dinge im Leben nehme und aufmerksam über etwas nachdenke. In Stille mit Gott im Dialog bin oder beim Spaziergang in der Natur. Wenn ich zudem mit ein paar humorvollen Mitmenschen noch ein Apéro im Pfarrhausbistro geniessen kann, erlebe ich doppeltes Glück.